Wie viel kostet ein Girokonto?

Am einfachsten wäre es natürlich, wenn die Frage nach den Kosten für ein Girokonto mit einer konkreten Zahl beantwortet werden könnte. Das ist leider nicht möglich. Die Gebührenstrukturen der Banken sind so breit gefächert, dass die Antwort vielmehr lauten muss: von nichts bis weit über hundert Euro im Jahr. Das gilt nicht nur branchenweit, sondern teils auch bankenintern. Je nachdem, für welches Kontomodell man sich bei Bank X oder Kreditinstitut Y entscheidet, laufen unterschiedlich hohe Kosten auf oder wird das Budget geschont. Das ist einer der Gründe, weshalb gebetsmühlenartig empfohlen wird, die Konditionen für Girokonten zu vergleichen.

Kontoführungsgebühren

Um sich einen Überblick zu den Kosten machen zu können, müssen gleich mehrere Faktoren berücksichtigt werden. Für die überwiegende Mehrheit der Verbraucher sind dabei die reinen Kontoführungsgebühren der ausschlaggebende Punkt. Sie decken entweder pauschal alle Leistungen einer Bank ab – inklusive der Bankkarte – oder werden um Transaktionsgebühren ergänzt. Dazu ein fiktives Beispiel: Die Kontoführungsgebühr beträgt pauschal 2,50 Euro pro Monat und umfasst maximal zehn Buchungen. Jede weitere Buchung wird mit 0,15 Euro in Rechnung gestellt. Oder: Die Bank verlangt 5,00 Euro im Monat. Damit sind dann alle Überweisungen, Lastschriften und Daueraufträge abgehakt. Welches Modell günstiger käme, müsste im Einzelfall berechnet werden.

Kostenloses Konto

Optimal sind diese Lösungen sicherlich nicht. Denn immer mehr Banken haben ein komplett kostenloses Girokonto im Programm. Das setzt in der Regel zwar voraus, dass die Automaten in den Schalterhallen oder die Onlineportale genutzt werden, stellt für die meisten Kunden aber kein größeres Problem dar. Zudem: Im Vergleich zur Pauschale von 5,00 Euro lassen sich mit dem kostenlosen Konto ohne großen Aufwand 60 Euro sparen. Wichtig ist nur, darauf zu achten, dass keine Nebenkosten in den Vertragsbedingungen auftauchen, etwa für die EC-/Maestro- oder die Girocard. Gehören darüber hinaus Mehrwerte wie eine Kreditkarte zum Girokonto, sollten auch diese Kosten ganz genau unter die Lupe genommen werden. Denn auch hier gibt es kostenlose Alternativen.
Kostenlose Girokonten im Preis- und Leistungsvergleich

Dispositionszinsen

Ein weiterer Punkt – auch wenn man nicht gerne darüber spricht – sind die Dispositionszinsen. Rutscht das Konto für kurze Zeit ins Minus, laufen Zinsen auf. Die Spanne, wie tief die Banken ihren Kunden in die Tasche langen, ist auch beim Dispokredit extrem groß. Wer genau weiß, dass er sein Konto regelmäßig überzieht, ist deshalb gut beraten, nicht nur die Kontoführungsgebühren, sondern darüber hinaus auch die Konditionen für eine Überziehung zu vergleichen. Sonst kann auch ein kostenloses Girokonto ganz schnell teuer werden.

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