Wie kann man eine Girocard (ec-Karte) entsperren lassen?

Steht auf dem Display des Geldautomaten statt „bitte wählen Sie den Betrag“ der Satz „Ihre Karte wurde einbehalten“, fährt den meisten Verbrauchern der Schreck in die Glieder. Gleiches gilt und ist umso peinlicher, wenn die Girocard (früher: ec-Karte) im Geschäft nicht funktioniert, weil sie als gesperrt markiert wurde. Das passiert Tag für Tag Dutzende Male, weil die persönliche Identifikationsnummer (PIN) bei Bargeldverfügungen oder dem bargeldlosen Zahlungsverkehr falsch eingegeben wurde. Drei Fehlversuche sind erlaubt, danach wird die Karte automatisch gesperrt, kann aber problemlos wieder entsperrt werden.

PIN-Eingabe: drei Fehlversuche insgesamt

Die Kartensperre kommt meistens aus heiterem Himmel, ohne dass man sich eines Fehlers bewusst ist. Dahinter steckt ein Sicherheitssystem, das zum Schutz der Kunden entwickelt wurde und von allen Banken konsequent umgesetzt wird. Was viele Sparer nicht wissen: Jeder Fehler bei der PIN-Eingabe wird gezählt und auf der Karte gespeichert. Es kommt also nicht darauf an, ob die PIN drei Mal in Folge falsch eingegeben wurde, sondern dass drei solcher Vermerke vorhanden sind. Rein theoretisch könnte man sich vor zwei Jahren das erste Mal vertan haben, dann vor einem Jahr. Beim dritten Fehler wird schließlich der Riegel vorgeschoben. Am Automaten sofort, bei Zahlungen mit ec-Karte wird die Sperre erst beim nächsten Einkauf oder Versuch, Geld abzuheben, angezeigt.

Karte entsperren und Zähler auf null setzen

Um die Karte entsperren zu lassen, führt kein Weg an der Hausbank vorbei. Wurde die Karte am Geldautomaten einbehalten, kann man sich zu den Geschäftszeiten an einen der Sachbearbeiter wenden. Gehört der Automat nicht zur Hausbank, wird die ec-Karte üblicherweise an die zuständige Filiale bzw. bei Direktbanken an deren Zentrale geschickt. Sinnvoll ist es, sich an die eigene Bank zu wenden und die Entsperrung zu beauftragen. Bei Filialbanken ist es üblich, dass sich der Kunde ausweist und beantragt, dass die Sperre aufgehoben und der Fehlerzähler auf null gesetzt wird. Bisweilen wird auch eine neue persönliche Identifikationsnummer (PIN) vergeben. Hier arbeiten die Banken nach eigenen Richtlinien. Da man bei Direktbanken nicht persönlich vorstellig werden kann, bleibt nur der Weg über das Telefon oder Email. Das gleiche Vorgehen gilt übrigens, wenn ein Kunde seine ec-Karte vorsichtshalber hat sperren lassen und die Sperre wieder rückgängig machen möchte – zum Beispiel weil die verloren geglaubte Karte in einer anderen Jacke steckte.

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