V Pay – europaweit bargeldlos bezahlen

Unbemerkt von den meisten Verbrauchern hat sich ein neues Logo auf Millionen von Bankkarten etabliert: Es zeigt ein ultraviolettes „V“ mit einem Hauch Orange auf weißem Grund. Darunter steht kurz und knapp „Pay“. Zusammen ergibt sich daraus V Pay. Dabei handelt es sich um ein Zahlungssystem von VISA Europa, das in Zusammenarbeit mit europäischen und nationalen Entscheidungsgremien stetig weiterentwickelt und von immer mehr Banken genutzt wird. VISA selbst spricht von einer „großen Dynamik an der Innovationsfront“.

Was ist V Pay?

V Pay stammt zwar aus der Ideenschmiede eines Kreditkartenunternehmens, lässt sich aber eher mit einer ec- oder Girocard vergleichen. Ziel der V Pay-Debitkarte ist ein europaweit einheitlicher Standard, der es Verbrauchern erlaubt, sowohl in Frankreich als auch in der Schweiz und Österreich Waren zu kaufen oder Dienstleistungen in Anspruch zu nehmen und bargeldlos zu bezahlen. Diesbezüglich befindet sich V Pay auf dem besten Weg. Viele Kreditinstitute, Händler und Dienstleister – insbesondere in Urlaubsregionen – sind bereits mit von der Partie, und es werden immer mehr. Der Vorteil für den Bankkunden liegt damit auf der Hand: Innerhalb Europas reicht theoretisch eine Bankkarte im Portemonnaie, wobei es aktuell durchaus Sinn macht, nach wie vor eine Kreditkarte im Gepäck zu haben.

Was zeichnet V Pay aus?

Abgesehen von dem Umstand, dass V Pay grenzübergreifend konzipiert wurde und dieser Zielsetzung inzwischen auch weitgehend gerecht wird, spricht vor allem der Sicherheitsaspekt für das Produkt von VISA Europa. Die Bankkarte ist mit einem EVM-Chip versehen. Die für den Zahlvorgang nötigen Prozesse, die vorher über den Magnetstreifen abgewickelt wurden, erledigt jetzt der Chip. Das macht V Pay zu einem besonderen sicheren System, da missbräuchliche Magnetstreifen-Transaktionen unterbunden werden. Zudem erfolgt die Karteninhaberverifizierung ausschließlich und ohne jede Ausnahme über die persönliche Identifikationsnummer (PIN) – unabhängig davon, ob online oder im Geschäft vor Ort eingekauft wird.

Punkt drei auf der Liste der V Pay-Vorzüge: die Flexibilität. Banken haben die Option eine reine V Pay-Karte auszugeben, die nur mit diesem System arbeitet. Oder sie kombinieren das von VISA Europa kreierte System mit bekannten Anwendungen. Kartenprodukte können dank dieser Kompatibilität also ganz individuell und auf den Kunden abgestimmt gestaltet werden. Selbst die Verknüpfung mit einem Bonusprogramm ist möglich.

Was ändert sich durch V Pay für Verbraucher?

Diese Flexibilität kommt auch den Kunden zugute. Sie müssen sich nicht extra umstellen, sondern können ihre Karten wie gehabt nutzen – mit dem einen Unterschied, dass eine Bankkarte mit V Pay-Funktion inzwischen auch jenseits der Grenzen der Bundesrepublik problemlos für Bargeldabhebungen oder Zahlvorgänge genutzt werden kann. Laut VISA Europe handelt es um ein „automatisches Upgrade“. Sobald das Gültigkeitsdatum der alten Karte abgelaufen ist, erhält der Kunde eine neue Bankkarte mit V Pay. Zu erkennen ist die Neuerung lediglich an dem kleinen Logo auf der Karte.

Auf Dauer soll V Pay flächendeckend nutzbar sein und „Kreditinstitute dabei unterstützen, den Debitkarteneinsatz weiter auszubauen“. Das heißt: V Pay zielt vornehmlich auf alltägliche Ausgaben und damit nicht nur auf die großen Rechnungsbeträge. Zur Steigerung der Akzeptanz ist daher vorgesehen, das System verstärkt auch bei Selbstbedienungs-Transaktionen – etwa an Fahrscheinautomaten – einzusetzen. Zusammen mit niedrigen Betriebskosten für Händler, die ganz auf Papierkopien der Transaktionsbelege verzichten können, und den geringeren Transaktionskosten ergibt sich enormes Potenzial.

Das belegen auch die Zahlen: 2008 waren gerade einmal eine Million Karten mit V Pay-Logo im Umlauf. Die Zahl stieg bis 2011 rapide auf 18,6 Millionen. Zugesagt sind inzwischen sogar 69 Millionen Karten. Ähnlich verhält es sich mit den Akzeptanzstellen. 2007 waren es 2,5 Millionen, 2011 bereits 8,5 Millionen – und der Trend hält weiter an. Übrigens: Nach aktuellem Stand der Dinge werden V Pay-Karten (März 2013) in acht EU-Ländern emittiert: Deutschland, Luxemburg, Österreich, Bulgarien, Schweiz, Niederlande, Frankreich und Italien.

Wo bekommt man ein Girokonto mit einer V Pay-Karte?

In der folgenden Tabelle zeigen wir Ihnen nennenswerte Banken, bei denen Sie eine Debitkarte (V Pay oder Maestro) erhalten.

Bank Konto-
gebühr
Mindest-
eingang
Haben-
Zinsen
(max. p.a.)
Dispo-
Zinsen
(p.a.)
Debit- und Kreditkarten Details & Antrag
0,- € nein 0,20 % 6,90 % Geldkarte V Pay Visa Details & Antrag
0,- € nein 0,05 % 10,85 % Geldkarte Maestro Visa Details & Antrag
0,- € nein 0,05 % 10,87 % Geldkarte Maestro Visa Details & Antrag
0,- € 1,- € / mtl. 0,00 % 7,43 % Geldkarte Maestro Visa Details & Antrag
3,90 € nein 0,01 % 10,55 % Geldkarte V Pay Visa Details & Antrag
0,- € 1.000 € / mtl. 0,40 % 9,05 % Geldkarte Maestro Visa Details & Antrag
0,- € nein 0,01 % 6,50 % Geldkarte V Pay Visa Details & Antrag
1,00 € 400 € / mtl. 0,00 % 8,00 % Geldkarte Maestro Visa Details & Antrag
0,- € nein 0,00 % 6,99 % Geldkarte Maestro Visa Details & Antrag
0,- € 1.000 € / mtl. 0,40 % 9,05 % Geldkarte Maestro Visa Details & Antrag
0,- € nein 0,10 % 7,49 % Geldkarte Maestro Visa Details & Antrag
0,- € 2.000 € / mtl. 0,00 % 12,75 % V Pay Visa Details & Antrag
0,- € nein 0,00 % 8,90 % Maestro Visa Details & Antrag
0,- € 3.000 € / mtl. 0,05 % 8,88 % V Pay Visa Details & Antrag
0,- € nein 0,05 % 6,45 % Maestro Visa Details & Antrag

Stand der Daten: 18.12.2017

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