Was ist ein Gehaltskonto?

Das Gehaltskonto ist kein spezielles Girokonto mit besonderen Eigenschaften, sondern schlichtweg ein Konto, auf das der Lohn, die Rente oder Sozialleistungen überwiesen werden. Die Bezeichnung Gehaltskonto beruht also lediglich auf der Tatsache, dass regelmäßig Zahlungen verbucht werden, die dem Lebensunterhalt dienen.

Arbeitnehmer benötigen eine Bankverbindung

Spätestens seit die Lohntüte der Vergangenheit angehört (Tagelöhner einmal ausgenommen), benötigt jeder Arbeitnehmer in der Bundesrepublik ein Gehaltskonto, damit der Arbeitgeber den Lohn überweisen kann. Heißt: Sobald der Arbeitsvertrag unterschrieben wird, muss auch eine Bankverbindung angegeben werden. Bei welcher Bank das Gehaltskonto geführt wird, ist dabei nebensächlich. Das kann das Kreditinstitut vor Ort sein oder eine der Direktbanken, die mit einem kostenlosen Girokonto werben. Für den Nutzer sollte es vor allem darauf ankommen, dass Preis und Leistung stimmen.

Gehaltskontovergleich

Die laufenden Kosten und das Leistungsspektrum lassen sich am einfachsten über einen Gehaltskontovergleich gegenüberstellen. Der Funktionsumfang des Girokontos an sich ist bei fast allen Banken gleich. Bisweilen wird ein Guthabenzins geboten. Ansonsten können mit jedem Gehaltskonto Überweisungen getätigt, Lastschriften vereinbart, Daueraufträge eingerichtet und selbstredend (Gehalt-)Zahlungen empfangen werden. Wichtiger sind daher die sogenannten Mehrwerte zum Girokonto. Dazu gehören unter anderem Tagesgeld, Depot und Kreditkarte. Idealerweise sind sämtliche dieser zusätzlichen Leistungen respektive Produkte samt Gehaltskonto kostenlos.

Kostenloses Konto mit Mindestgehaltseingang

Viele Banken verzichten auf die Kontoführungsgebühr, wenn jeden Monat ein Mindestgehalt von 750 bis 1.250 Euro verbucht wird. Die Unternehmen prüfen anhand der Kennziffern der Überweisungen, ob diese Bedingung erfüllt wird. Auf der anderen Seite gibt es Konten, bei denen ein Mindestgeldeingang erforderlich ist, damit die Kontoführungsgebühr entfällt. In dem Fall ist es unerheblich, ob es sich bei den Zahlungseingängen um das Einkommen oder andere Zuwendungen handelt. Sollte der Lohn bzw. der Zahlungseingang niedriger ausfallen, bietet sich als Gehaltskonto ein komplett kostenloses Girokonto an.

Gehaltskonto für Auszubildende

Auszubildende müssen sich anfangs noch keine Gedanken über mögliche Kontoführungsgebühren machen. Sie erhalten bei den meisten Banken ein kostenfreies Konto, solange sie eine bestimmte Altersgrenze – je nach Kreditinstitut bis zu 25 Jahre – nicht überschreiten. Dafür müssen sie bis zur Volljährigkeit auf einen Dispositionskredit verzichten. Den dürfen Banken erst einräumen, wenn der Kunde 18 Jahre alt ist. Die Höhe des Kreditrahmens richtet sich dann in erster Linie nach dem Gehalt. Sinnvoll wäre es, schon als Berufseinsteiger darauf zu achten, dass dauerhaft keine unnötigen Gebühren in Rechnung gestellt werden.