Wie kann man Bargeld abheben?

Der Zahlungsverkehr läuft inzwischen zwar weitgehend bargeldlos ab. Doch ganz ohne Münzen und Scheine im Portemonnaie kommt man im täglichen Leben nicht weit. Jeden Einkauf, ob nun für 50 Cent oder 150 Euro, mit Karte zu bezahlen, wäre dann doch übertrieben. Um die Reserven wieder aufzufüllen, muss daher regelmäßig Bargeld abgehoben werden. Dazu stehen Bankkunden mehrere Optionen offen.

Auszahlung am Schalter

Als es noch keine Automaten in den Schalterhallen gab und Direktbanken nicht einmal als Idee existierten, führte der Weg schnurstracks zur Hausbank. Dort lagen und liegen auch noch heute Auszahlungsbelege. Sie müssen nur noch mit dem Namen, der Kontonummer und dem Wunschbetrag ergänzt werden. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bank nehmen den Beleg entgegen und zahlen das Geld bar aus. Gerade ältere Kunden, die der Technik nur bedingt vertrauen, nutzen diesen Service. Je nach Kontomodell fallen dafür allerdings teils horrende Gebühren an. Der Grund für diese Geschäftspolitik: Auch vor Banken macht der Trend hin zu Selbstbedienung und Automatisierung keinen Halt. Schließlich ist ein aufgedunsener Verwaltungsapparat mit entsprechend hohen Kosten verbunden.

Geldautomat

Daher halten nahezu allen Banken für ihre Kunden eigene Automaten bereit, an denen mit der Bank- oder Kreditkarte Bargeld abgehoben werden kann. Verifiziert wird der Auszahlungswunsch mit der persönlichen Identifikationsnummer (PIN) für die jeweilige Karte. Das Prinzip ist sehr einfach: Karte einstecken, Wunsch mitteilen – abhängig vom Automaten reicht die Bandbreite von der Auszahlung über die Abfrage des Kontostands bis hin zur Aufladung von Prepaid-Karten und Bareinzahlungen – PIN eingeben, Wunschbetrag anklicken, Karte und Bargeld entnehmen. Sofern der Geldautomat der Hausbank genutzt wird, ist der Vorgang kostenlos. Das gilt auch für Transaktionen an Automaten von Banken, die dem gleichen Verbund angehören wie die kontoführende Bank. Diesen Umstand machen sich insbesondere Direktbanken zunutze, die keine eigenen Geldautomaten betreiben. Nur durch die Kooperation mit anderen Unternehmen können auch ihre Kunden kostenfrei Bargeld abheben.

Tankstelle und Supermarkt

Die dritte Möglichkeit, sich Bargeld vom Girokonto auszahlen zu lassen, ist noch relativ jung. Dazu arbeiten die Banken mit Supermärkten und Tankstellen zusammen. Auch dort reichen die Karte und die PIN, um eine Bargeldverfügung vorzunehmen. In der Regel ist der Auszahlungsbetrag bei dieser Variante nach oben hin gedeckelt. Zudem ist das System noch nicht flächendeckend ausgebaut. Dafür bietet es einen entscheidenden Vorteil, insbesondere für die Banken: Weil sie die vorhandene Infrastruktur der Geschäfte nutzen, sparen sie sich ein dichtes Netz an Automaten.

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