Gut und Böse – News zum Girokonto

Montag den 19.02.2018

Freud und Leid liegen auch beim Girokonto nah beieinander. Nicht nur mit Blick auf Zinsen und Gebühren, sondern gerade bei dem, was im Alltag passiert. Während ein 60-Jähriger in Billerbeck von Betrügern um 12.000 Euro erleichtert wurde, freuten sich in Haan gleich mehrere Vereine über Spenden von über 400 Kontoinhabern – übrigens eine Aktion, die gerne auch bei anderen Banken Schule machen darf.

Kontobetrug per Telefon

Wie wichtig es ist, die Transaktionsnummern (TAN) und Zugangsdaten zum Girokonto geheim zu halten, zeigt unser erstes Beispiel. In Billerbeck wurde ein 60-jähriger Mann angerufen, angeblich von Microsoft. Am Telefon wurde ihm erklärt, dass sein PC von Viren befallen sei und man über eine Fernwartung helfen könne. Im Laufe des Gesprächs schaffte es der Betrüger, dem Mann einige TAN zu entlocken. Kurz darauf waren 12.000 Euro vom Girokonto weg.

Die Polizei warnt daher und informiert: Microsoft führt keine Fernwartungen durch und wendet sich auch nicht per Telefon an Computernutzer. Bei solchen Anrufen gilt es, sofort aufzulegen und gegebenenfalls sogar Anzeige zu erstatten. Ebenso wichtig ist es, niemandem die Bankdaten zu verraten oder Geld dafür zu bezahlen, damit der PC freigeschaltet wird.

Spenden mit dem Girokonto

Weitaus erfreulicher ist die Aktion der Stadt-Sparkasse Haan. Hier haben Inhaber eines Girokontos die Möglichkeit, am Monatsende den Centbetrag hinter dem Komma zu spenden. Aktuell beteiligen sich daran 400 Personen und lassen Monat für Monat zwischen einem und 99 Cent dem guten Zweck zukommen. Die Stadt-Sparkasse hat auf diesem Weg in der Zeit von Juni bis November 2017 über 1.000 Euro gesammelt. Das Geld ging an die Arbeiterwohlfahrt, den Turnerbund und den Fahrradclub.

Würden alle Kunden mitmachen, so eine Hochrechnung des Vorstandsvorsitzenden der Bank, Udo Vierdag, aus dem Jahr 2014, könnte man 90.000 Euro an Spenden sammeln. Von den 13.000 privaten Konten und den 2.000 Geschäftskonten sind derzeit jedoch nur 400 für die Aktion angemeldet. Jeder Teilnehmer wird per E-Mail informiert und kann dann auf Wunsch entscheiden, welchem Verein die Spende zugeordnet werden soll.