Unbekannte Geldeingänge sind kein Segen

Mittwoch den 19.03.2014

Betrüger sorgen nicht nur bei ihren eigentlichen Opfern für schlaflose Nächte. Sie ziehen immer öfter auch Dritte mit ihren schmutzigen Geschäfte. Deshalb sollte man sämtliche Transaktionen auf dem Girokonto genauestens unter die Lupe nehmen und bei Unregelmäßigkeiten umgehend die Bank informieren. Anderenfalls rückt man möglicherweise in den Fokus der Ermittlungsbehörden, ohne jemals bewusst auf die schiefe Bahn geraten zu sein.

Wie kann das passieren? Indem die Täter Geld von einem Konto abbuchen, dessen Zugangsdaten sie ergaunert haben, und den Betrag auf das Girokonto eines Unbeteiligten überweisen. Ein paar Tage später rufen sie an und bitten darum, die „Fehlbuchung“ zu korrigieren und das Geld per Western Union oder auf anderem Weg ins Ausland zu transferieren. So geschehen in Greiz. Beim Blick auf den Kontoauszug entdeckte ein Sparkassen-Kunde eine Gutschrift, mit der er nichts anfangen konnte. Als dann auch noch das Telefon klingelte und man darum bat, die über 1.000 Euro Richtung Türkei fließen zu lassen, wandte sich der Mann an seine Hausbank.

Die Mitarbeiter rieten ihm, nicht über das Geld zu verfügen. Mit diesem Tipp lagen sie goldrichtig. Denn binnen einer Stunde lag bereits der Überweisungsrückruf von einer Volksbank aus Rheinland-Pfalz auf dem Schreibtisch. Deren Kunde war Opfer der Betrüger geworden. Sie waren in den Besitz der Daten für das Onlinebanking gelangt und hatten den Betrag umgebucht. Und plötzlich stand der Sparer aus Greiz unter Verdacht, ein Computerbetrüger zu sein. Die Sparkasse stellte die Sache richtig. Gleichzeitig erstattete sie Anzeige gegen Unbekannt und buchte den Betrag zurück. Also: Umgehend mit der Bank sprechen, wenn Geldeingänge unklar sind, und niemals auf Nebenjob-Angebote oder Aufforderungen reagieren, Geld weiterzuleiten.

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