Verluste beim Girokonto-Sparen

Freitag den 11.10.2013

Ein Girokonto kann viel. Nur eines ist es ganz gewiss nicht: ein Spar- oder gar Anlageprodukt. Das übersehen immer mehr Deutsche. Oder aber sie sind schlichtweg nicht daran interessiert, ihr Geld zu vermehren. Zu diesem Gedanken verleitet eine aktuelle Studie von TNS Infratest im Auftrag der Postbank. Demnach parken 45,2 Prozent der Bundesbürger ihre Ersparnisse auf dem laufenden Konto. Das ist gewiss nicht verwerflich, bringt aber auch nur in den seltensten Fällen eine minimale Rendite.

Immerhin nutzen 33,6 Prozent neben dem Girokonto noch einen Bausparvertrag. Auf der anderen Seite belassen 21,9 Prozent ihr Kapital lieber in den eigenen vier Wänden. Sprich: Sie packen ihre Euros in den Küchenschrank, die Sockenschublade oder unter die Matratze. Rentablere Anlageoptionen wie Aktien und Fonds nutzen hingegen nur 16,9 Prozent. Das mag auch daran liegen, dass immer mehr Haushalte es sich schlichtweg nicht erlauben können, zu sparen. In diesem Jahr erklärten 21,9 Prozent der Umfrageteilnehmer, aufgrund eines niedrigen Einkommens kein Geld auf die hohe Kante zu legen. Das sind fast fünf Prozent mehr als 2011. Bei älteren Bürgern liegt die Quote sogar über 30 Prozent.

Doch selbst wenn der Spargroschen immer kleiner ausfällt und nicht gleich Hunderte Euro monatlich zur freien Verfügung stehen, ist das Girokonto als Sparbuch völlig ungeeignet. Guthabenzinsen gibt es nur bei ganz wenigen Banken, wie Sie bei uns im Vergleich auf www.girokonto.info/girokonto-vergleich/ sehen können. Die Deutsche Kreditbank (DKB) zahlt auf dem laufenden Konto 0,2 Prozent pro anno, die Wüstenrot Bank 0,11 Prozent p.a., die netbank 0,25 Prozent p.a. und die DAB Bank 0,5 Prozent im Jahr. Besser ist eine Kombination aus Tagesgeld und Girokonto. Sie ist ideal, wenn man sich nicht lange binden, keine hohen Beträge investieren und darüber hinaus auch kein Risiko eingehen möchte.

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