8 Mio. Euro Schaden durch Skimming

Donnerstag den 18.07.2013

Der Schaden fällt insgesamt zwar geringer aus, ist aber nach wie vor erschreckend.: Acht Millionen Euro haben Betrüger im ersten Halbjahr 2013 ergaunert, indem sie Geldautomaten manipuliert und anschließend mit gefälschten Karten die Girokonten ihrer Opfer geplündert haben. Vor einem Jahr standen laut Euro Kartensysteme noch 17 Millionen Euro zu Buche. Dass sich der Betrag mehr als halbiert hat, führen die Bankenverbände auf die neue Sicherheitstechnik EMV (Europay International, MasterCard und VISA) zurück.

Karten, die mit dem entsprechenden Chip ausgestattet sind, können nicht kopiert werden. Zudem verschlüsselt das System die Daten und kann die Echtheit der girocard ohne Online-Verbindung geprüft werden. Das setzt allerdings voraus, dass auch der Geldautomat nach den EMV-Standards funktioniert und mit dem Chip „kommuniziert“. Genau daran hapert es aber, insbesondere außerhalb der EU. Dadurch haben Betrüger die Möglichkeit, im Ausland Kartendubletten anzufertigen und nahezu unbehelligt Geld vom Girokonto abzuheben. Ziel des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes ist es daher, den EMV-Chipstandard weltweit auf den Weg zu bringen.

Das hindert die Täter bislang allerdings nicht daran, auch weiterhin Geldautomaten so zu präparieren, dass sie die Karten kopieren und die persönliche Identifikationsnummer (PIN) ausspähen können. Dazu werden unter anderem Minikameras, Tastaturaufsätze und Lesegeräte montiert. Die Zahl der manipulierten Automaten lag in den ersten sechs Monaten dieses Jahres bei 251 (Vorjahr 253). Besonders aktiv waren die Betrüger in Nordrhein-Westfalen mit 90 Fällen und in Baden Württemberg mit 50 Automaten.

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