Geringes Vertrauen in Banken

Mittwoch den 5.06.2013

Dass die Finanzbranche seit Krisenbeginn im Jahr 2008 das Vertrauen der Verbraucher weitgehend verloren hat, ist ein offenes Geheimnis. Daran hat sich im Lauf der Zeit nur wenig geändert. Das bestätigt eine Umfrage des Bundesverbandes der Verbraucherzentralen (vzbv). Demnach gehen zwei Drittel aller Befragten davon aus, dass einige – nicht alle – Banken sie bewusst täuschen.

Trotzdem setzen sich nur wenige Kunden intensiv mit den Anbietern und Produkten auseinander. Nur jeder dritte Verbraucher nimmt die Offerten der Kreditinstitute näher unter die Lupe. Stattdessen bauen 56 Prozent auf ihr Bauchgefühl und den ersten Eindruck. Mit Prüfsiegeln oder ethischen Aspekten können Banken nur bedingt punkten. Viel wichtiger wäre aus Sicht von 92 Prozent der Umfrageteilnehmer, dass der (Finanz-)Markt stärker kontrolliert wird. Laut Verbraucherzentrale Bundesverband bestätigen diese Zahlen die große Verunsicherung und die Forderung nach einem Finanzmarktwächter. Verbandschef Gerd Billen zieht daraus ein eher ernüchterndes Fazit: „Das Vertrauensdefizit ist groß.“

Dabei muss sich heute niemand mehr auf seine Intuition verlassen. Nehmen wir das Beispiel Girokonto – für Banken ein Brot- und Butter-Produkt, um Kunden zu gewinnen und zu binden. Der Markt wird regelmäßig sondiert, von der Stiftung Warentest und großen Finanzmagazinen. Selbst Nachrichtensender wie n-tv geben Girokontovergleiche in Auftrag. Dabei werden die Stärken und Schwächen der einzelnen Angebote sehr schnell deutlich und publik gemacht. Man sollte sich nur die kleine Mühe machen und einen Blick auf die Ergebnislisten werfen. In unserem Kontovergleich sind die grundlegenden Informationen zu Direktbankgirokonten aufgeführt, damit sich jeder ein Bild machen und eine Entscheidung treffen kann. Ist das Konto uneingeschränkt kostenlos oder muss ein Mindestgehalt fließen, um die Kontoführungsgebühren zu sparen? Gehört eine kostenfreie Kreditkarte zum Girokonto? Wie teuer ist der Dispositionskredit? Diese Fragen werden zumeist schon in der Übersichtstabelle beantwortet. Falls nicht, gibt es in der Regel Detailseiten, die sich näher mit den Konditionen befassen, oder kann direkt auf der Internetseite der Bank recherchiert werden. Das kostet ein paar Minuten Zeit, spart mitunter aber Hunderte Euro pro Jahr.

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