Ende des Magnetstreifens bei ec-Karten und Girocards

Donnerstag den 7.03.2013

Der Magnetstreifen auf deutschen Bankkarten hat bald ausgedient. „Die Deutsche Kreditwirtschaft wird in Kürze alle Bezahltransaktionen mit girocard und PIN [persönliche Identifikationsnummer] (electronic cash) und alle Bargeldabhebungen mit girocards im Deutschen Geldautomatensystem ausschließlich über den Chip bearbeiten“, heißt es dazu in einer Pressemitteilung der Bankenverbände.

Die Umstellung vom Magnetstreifen auf den Chip erfolgt im Rahmen der Single Euro Payments Area, kurz SEPA. Sie bezeichnet den einheitlichen Euro-Zahlungsraum und setzt ausschließlich auf die sichere Chipkartentechnik. Die Basis bildet der EMV Standard, benannt nach Eurocard, MasterCard und VISA, der bereits in den 90er Jahren entwickelt wurde. Der Vorteil der Chips: Sie können nicht dupliziert werden und gelten als absolut fälschungssicher. Zudem werden die Daten verschlüsselt hinterlegt, was bei den Magnetstreifen nicht möglich ist. Damit soll dem Kartenmissbrauch endgültig das Wasser abgegraben werden. Um das zu erreichen, wurden knapp 93 Millionen girocards mit dem entsprechenden Chip und 60.000 Automaten mit der nötigen Technik ausgestattet. Ende Februar werden dann die letzten magnetstreifenbasierten electronic-cash Transaktionen bearbeitet.

Für Verbraucher ändert sich durch die Umstellung nichts. Sie können wie gehabt Bargeld am Automaten abheben oder mit Karte bezahlen, und das noch sicherer als zuvor. Wichtig ist dabei, dass auch der Handel seine Terminals auf die Chipnutzung umgestellt hat. Darauf hingewiesen, dass der Magnetstreifen bei electronic-cash-Transaktionen künftig keine Rolle mehr spielt, hat die Deutsche Kreditwirtschaft schon recht früh. Sie arbeitet bereits seit 2009 an der Umstellung. Gleichwohl musste der Termin für die Abschaltung der Magnetstreifenverarbeitung mehrmals verschoben werden, um auch die Interessen der Netzbetreiber und der Geschäfte zu berücksichtigen. Jetzt ist die Frist abgelaufen – zum Vorteil der Verbraucher. Das zeigt sich unter anderem am Rückgang der Missbrauchsfälle.

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